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Ist die Krise schon vorbei?

Vor zwei Jahren zweifelten weltweit auch viele Ökonomen, Politologinnen oder Politiker an unserem Wirtschaftssystem, die zuvor nie auch nur eine Sekunde an Fragestellungen nach den Verbesserungsmöglichkeiten der real existierenden Marktwirtschaft verloren hätten. Plötzlich begannen im Herbst 2008...

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Kommt Gleichheit vor Freiheit?

Posted by admin | Posted in Blogroll | Posted on 16-12-2011

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Die kurze Antwort: Ja. Das “Aber”: anders als der gemeine sich das vielleicht denkt.

heisst vor allem: die gleichen aller Individuen. Diese definieren letztlich die menschliche . Sie endet dort, wo die gleichen Rechte der Anderen beginnen.

Diesen einfachen aber doch offenbar unglaublich schwer verständlichen Zusammenhang beschreibt hier Prof. Aeon Skoble:

PS: Nur einer von vielen tollen Filme der Learn Liberty“!

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50 Jahre Paraquat:Syngenta missachtet Menschenrechte.

Posted by admin | Posted in Blogroll | Posted on 16-12-2011

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50 Jahre Paraquat:Syngenta missachtet . Am 10.12. ist Menschenrechtstag. Einen Tag zuvor machte die mit Inseraten und einer Protest- auf die vielen Opfer von Syngentas hochgiftigem Topseller “Paraquat” aufmerksam. Seit 50 Jahren gefährdet das Pestizid weltweit und Umwelt. Eine neue brisante belegt nun: Syngenta missachtet Menschenrechte. Zur SyngentaLogoAdbusted

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  • rive-reine nestle tagung (1)
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Klare Regeln für Schweizer Konzerne – weltweit!

Posted by admin | Posted in Blogroll | Posted on 16-12-2011

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Klare Regeln für Konzerne – weltweit! Ob Glencore im Kongo, Triumph in Thailand oder Axpo in : Immer wieder verletzen bei ihren Aktivitäten im Ausland Menschenrechten und Umweltstandards. Gemeinsam mit 50 weiteren Organisationen hat die von am 3.November in die ohne Grenzen” lanciert. Kernforderung der Kampagne: und Parlament sollen mit klaren Regeln sicherstellen, dass Firmen mit Sitz in der weltweit die und Umweltstandards einhalten. http://www.rechtohnegrenzen.ch Unterstützen Sie die Kampagne und unterschreiben Sie die

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#baz: Aktionäre aus dem Untergrund

Posted by admin | Posted in Blogroll | Posted on 14-12-2011

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Die Übernahme der BaZ bringt jetzt so einiges an den Tag. Zum Beispiel ein Outing von Typen, die man bis anhin eher im Untergrund vermutet hat.

Einer der Minderheitsaktionäre (5%): Dr. Daniel Model:

Der Thurgauer Verpackungsfabrikant Daniel Model liebt seltsame Mythen und verteufelt die Demokratie. Bereitwillig vernetzen sich postmoderne Dadaisten und Medienrebellinnen mit dem Sozialstaatsgegner. Was fasziniert sie an der Utopie des selbst ernannten Oberhaupts des Elitestaats Avalon?

Hui – und das ist  noch einer, Georges Bindschedler:

Der 1953 geborene Jurist (Dr. iur.) und Unternehmer engagiert sich seit 2010 als Reiseleiter in der GMS. Was bietet denn die GMS? Wer wäre ohne sie schon im Führerhauptquartier in der Wolfsschanze bei Rastenburg gewesen oder mit der Erzeisenbahn nach Narvik gefahren, wer hätte schon den Kriegshafen von Sewastopol oder die leidgeprüfte Stadt Stalingrad besichtigt und wer hätte seinen Fuss schon auf den Hügel Eliane bei Dien Bien Phu oder die Festungsinsel Corregidor setzen können?

Und weiter geht’s: Uli Windisch

Die Genfer Soziologie ist bekannt für ihre markigen Statements. Während der inzwischen emeritierte Jean Ziegler die Schweizer Öffentlichkeit in den siebziger bis neunziger Jahren reichlich mit politischen Appellen und moralischen Standpauken traktierte, beliefert nun sein Kollege Uli Windisch die Medien mit pointierten Stellungnahmen. Dass er sich dabei – im Gegensatz zur linken Ikone Ziegler – vor allem am rechten des politischen Spektrums bewegt, ihn bei seinen Studenten nicht gerade beliebt.

Und dann gibt es noch Giangiorgio Spiess. Zu ihm weiss SPON zu berichten:

Der Schweizer Fußballfunktionär Giangiorgio Spiess, Vorsitzender der Kommission für Rechtsfragen bei der Europäischen Fußball-Union (Uefa) und seit 1996 Mitglied der Uefa-Exekutive, ist bereits im März 2007 von einem Gericht im italienischen Parma wegen Beihilfe zum betrügerischen Konkurs zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten verurteilt worden.

Ein Blogpost von arlesheimreloaded – Mäuse schultern Elefanten

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Der Kapitalismus ist in Gefahr – und der Anti-Islamismus soll ihn retten

Posted by admin | Posted in Blogroll | Posted on 26-11-2011

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Seit mehreren Monaten steht in der der Bau von Minaretten im der politischen Debatte. So haben vor vier Wochen eineinhalb Millionen Schweizerinnen und – jede und jeder mit ihren bzw. seinen «guten Gründen» – ja zu einem Verfassungsartikel gestimmt, der das Verbot des Baus von Minaretten bestimmt. Die wesentliche politische Kraft, welche diese unterstützt hat, ist die SVP. Wenn auch der Standpunkt dieser Formation lange vor der Abstimmung bekannt war, hat sich diesmal etwas geändert.

Man war sich bewusst, dass es sich bei der SVP um eine politische Kraft der extremen Rechten handelt, nationalistisch und fremdenfeindlich. Wir waren es gewohnt, dass sie jede «Überfremdung» ablehnt, weisse oder schwarze, europäische oder aussereuropäische, wirtschaftliche oder kulturelle. Ihre Argumention gründete immer auf den angeblich besonderen Werten der Schweizer, was doch immerhin nicht ganz klare Konturen hatte.

Eine neue Stufe der Diskriminierung

Was heisst es «Schweizer» zu sein? Die SVP verwendet schon lange mit System das weisse Kreuz auf rotem Grund, Willhelm Tell oder Alphörner für die Darstellung der Eidgenossenschaft. Die Ausländer anderseits wurden durch vielfältige Symbole dargestellt, zwar skandalisierend, aber ohne direkt und offen auf eine bestimmte Bevölkerung zu zielen. Wenn auf ein Plakat Raben, Schafe oder anonyme ausländische Hände gesetzt wurden, um den fremden Feind zu symbolisieren, ist das sicher problematisch, und das wurde von uns auch immer verurteilt. Aber es ist trotzdem eine andere Sache, wenn nun neuerdings auf eine bestimmte Gemeinschaft unsere Landes gezielt wird, in diesem auf die Gemeinschaft der in unserem Land ansässigen Muslime. Mit der Erweiterung auf die gezielte Diskriminierung hat sich die Extremisierung der SVP-Politik um eine Stufe gesteigert. Die Muslime wurden zu Feinden der Nation erklärt, ohne dies mit einer ernsthaften Argumentation zu unterfüttern. So wurde die SVP zur offen anti-muslimischen Partei, was die eindeutige Diskriminierung eines Teils der schweizerischen Bevölkerung hervorruft, die zum islamischen Glauben übergetretenen Schweizerinnen und Schweizer inklusive. Diese Diskriminierung stellt ein Element dar, das sogar als Faschisierung der Politik dieser Partei bezeichnet werden könnte.

Islam als neues Feindbild der Vaterlandsverteidiger

Diese Praxis ist auf internationaler Ebene allerdings nicht neu. Die «Islamisierung des Abendlandes» ist zum neuen Feindbild geworden, das mit allen Mitteln bekämpft werden muss. George Bush und seine Entoruage haben sie erfunden, mit Unterstützung des europäischen , um die imperialistischen Kriege in Afghanistan und Irak zu rechtfertigen. Sie haben überall im Westen ein anti-islamisches Gefühl konstruiert. Ein willkommenes Geschenk für die Nationalisten und die Feinde der Aufklärung. Die zur Anti-Minarett-Initiative ruft der , wie es möglich ist, dass eine Demokratie, wo das der Souverän ist, mit der Diskriminierung einer religiösen Minderheit einverstanden ist. Diese Frage muss man sich stellen, mindestens jene, die sich bewusst sind, wie unter anderen Adolf Hitler an die Macht gekommen ist.

Die Abstimmung vom 28. November

Um die Abstimmung vom 28. November zu anlysieren, stellen wir einmal fest, dass eine Mehrheit des stimmenden Volkes einer Angst vis-à-vis einer kleinen Minderheit, die etwa 4 Prozent der Bevölkerung ausmacht, ausgedrückt hat. Diese simple Feststellung lässt weiter die Frage aufkommen, wieso mehr als eineinhalb Millionen stimmberechtigter Personen, deren Vertreter alle politischen Machtpositionen im Land einnehmen, ihrer Verunsicherung gegenüber dem Islam Ausdruck gegeben haben. Aber muss dieser Islam, in der Schweiz durch eine kleine, von allen Machtpositionen ausgeschlossenen Minderheit repräsentiert, wirklich Angst machen? Umso mehr als sich diese Minderheit hauptsächlich aus wenig praktizierenden und angepassten Migranten des Balkans und der Türkei zusammensetzt?

Unnötige Konflikte

Unter den Schweizern, die Nein gesagt haben zur Initiative – etwas mehr als eine Million – sind nur ein verschwindend kleiner Teil Muslime. Zu behaupten, die Initiativgegner seien Verteidiger des Islams ist falsch. Die Schweizerinnen und Schweizer, die sich der Initiative widersetzt haben – jede und jeder mit seiner persönlichen Meinung –, haben sicher beurteilt, dass es für das Land besser ist, wenn in der nichts über Minarette geregelt wird. Das heisst noch lange nicht, dass sie überall den Bau von Minaretten bewilligen möchten. Es geht einfach darum, nicht unnötiger Weise Konflikte zwischen uns und den muslimischen Ländern heraufzubeschwören.

Wer hat an diesem Konflikt?

Betrachtet man die Situation von nahem, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass gewisse Kreise ein vitales Interesse an einem Konflikt zwischen dem Westen und dem Islam haben. Mit diesem Abstimmungsergebnis wurde ein solcher Konflikt genährt, ohne dass eine wirkliche Rechtfertigung dafür vorhanden wäre. Das einzige vorgegebene Argument ist die Angst vor einem Vordringen des Islams; ein Argument das keinerlei Sinn macht. Mit diesem Abstimmungsergebnis sind wir in eine Spirale des Hasses eingetreten, aus der es so rasch als möglich wieder zu entschwinden gilt. Die islamistischen Extremisten wie Al Kaida haben nun die Möglichkeit zu sagen, sei anti-islamisch. Das ist aus Sicht der nationalen Sicherheit nicht erbauend. Es ist verwunderlich, dass angebliche Vaterlandsverteidiger wie die SVP-Grössen diesen Aspekt ignorieren. Aber die Erklärung ist wahrscheinlich anderswo zu suchen. Es sind weder Allah noch der christliche Gottvater, die sich hinter diesen Machenschaften verbergen. Das hat nichts mit Theologie zu tun. Der Gott des Geldes, Pater Liberalismus und Bruder Krieg sind am Ursprung dessen, was nach einer autoritären Kursänderung eines kapitalistischen Systems aussieht, das sich in beträchtlichen Schwierigkeiten befindet.

Leonardo Schmid, PdA-Sekretär

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Honduras-Demo: Am Samstag auf nach Bern!

Posted by admin | Posted in Blogroll | Posted on 23-11-2011

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Unbemerkt vom Medienmainstream spitzt sich die Lage in Honduras mit
auf die Diktaturwahlen von Ende dieses Monats zu. Um so wichtiger
wird die Teilnahme nächsten Samstag an der Demo in Bern — für den
Widerstand, gegen den , seine «» und deren mutmassliche
Anerkennung auch durch die .

(ZAS) Der Militärcoup in Honduras hat jetzt schon die Bedingungen in
Lateinamerika verschärft. Den Rechten im Kontinent ist die faktische
Unterstützung der Administration Obama für diesen Putsch nicht
entgangen. Ebenso wenig die massive Ausweitung der US-Militärpräsenz in
Kolumbien, die mit einer Bekämpfung des Drogenhandels nichts, mit der
Bedrohung der ganzen Südregion dagegen sehr viel zu tun hat. Auch hier
erkennt sie die Kontinuität der «permanenten » der
imperialistischen Zentrale, die nicht einfach durch die eines
einnehmenden Kandidaten abgeschafft wird.

Die Demo solidarisiert sich mit dem Aufbau einer gesellschaftlichen
im Südkontinent. Sie richtet sich gegen die zunehmende
Militarisierung der US- auch in dieser Weltregion. Wir glauben,
dass es Zeit ist, die grossen Hoffnungen auf eine menschenwürdigere
in Lateinamerika auch hier auf der Strasse zu unterstützen.
Diese Solidarität hilft auch, etwas gegen das zynische und brutale
Diktat der Eliten hier zu entwickeln.

In den Tagen bis zur Demo werden wir auf unseren Homepages kurze Infos
zur aktuellen Lage in Honduras veröffentlichen:

http://zas-correos.blogspot.com
http://www.chiapas.ch

Und wir bitten euch, den Demoaufruf über eure Kanäle (Maillisten,
Versände, Homepages, SMS-Listen, Treffpunkte usw.) zu verbreiten. Er ist
auf
http://zas-correos.blogspot.com
zu finden, einmal für Druck und Papierkopien, einmal für Emails und Homepages.

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Milliarden an die Patrons, und Betroffene schickt man barfuss ins Gewitter

Posted by admin | Posted in Blogroll | Posted on 23-11-2011

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Ausgerechnet heute, wo das Gewitter auf dem Arbeitsmarkt losbricht, will der Bundesrat die Regenschirme einziehen. Zugleich macht er mit der vorgesehenen Änderung des Arbeitslosenversicherungsgesetzes (Avig) den Patrons ein Milliardengeschenk in Form des Lohndumpings. Während sich die Betroffenen schon längst auf das Referendum eingestellt haben und kürzlich ein Referendumskomitee mit Vertretern aus verschiedenen Landesteilen gebildet wurde, kann oder will das Bundeshaus seine Agenda nicht einhalten, obschon es früher hiess, diese Vorlage dulde keinen Aufschub.

Der Nationalrat hat die Behandlung des Geschäftes auf die Wintersession verschoben. Nicht ausschliessen, dass diese Verschiebung auch mit Hoffnungen auf politisch besseres Wetter bis im Winter verbunden ist, aber die Aussichten sind gering, und das Seco spricht schon von 200’000 Arbeitslosen am Ende des Jahres 2009. Wahrscheinlicher ist, dass man sich im Dezember wenigstens eine bessere Prognosen für die weiteren Wetteraussichten erhofft. Diese Zögerlichkeit in der Beförderung des Geschäftes ist jedenfalls ein Zeichen, und bei weitem nicht das einzige Zeichen dafür, dass der Widerstand der Betroffenen heute ernst genommen wird.

Mit den gescheiterten neoliberalen Rezepten brechen

Man darf mit dem krisengeschüttelten Neoliberalismus nicht nur in Worten abrechnen, man muss in der praktischen Politik mit seinen gescheiterten Konzepten brechen. Auch im Bundeshaus versuchen einige Leute ehrlich, sich von neoliberalen Irrlehren zu befreien, auch wenn sie noch lange nicht bereit sind, mit den gescheiterten Rezepten wirklich und vollständig zu brechen. Und wer dem Neoliberalismus treu ergeben bleibt, wird zumindest vorsichtiger. So stellt man zum Beispiel fest, dass der Bundesrat sich dahin hat beraten lassen, einzelnen Einwänden gegen den Vorentwurf des Departements Rechnung zu tragen und gewisse Formulierungen zu verschönern, dort wo die Kritik getroffen hatte.

Ein sprechendes Beispiel für die Vorsicht des Bundesrates finden wir in den unscheinbaren Änderungen rund um die Verlängerung der Wartezeiten. In der KABBA-Vernehmlassung zum Vorentwurf hatten die Betroffenen gegen die Erhöhung der Wartezeiten nach Artikel 18 AVIG argumentiert:

«Die Erhöhung der Wartezeiten von 120 auf 260 Tage bedeutet faktisch die Abschaffung der Versicherung für die Betroffenen, darunter die Schulabgänger.» Bemerkenswerterweise übernimmt die Botschaft nun diese Sichtweise fast gleichlautend: «DieErhöhung auf 260 Wartetage hätte faktisch zum Ausschluss dieser Personengruppen aus der ALV geführt.»

Dennoch will der Bundesrat nicht von dieser Sache lassen und will die Ausdehnung der Wartezeit an einer anderen Gesetzesbestimmung aufhängen: “Stattdessen wird der Bundesrat gestützt auf seine bestehende Kompetenz in der Verordnung diebestehende Wartezeitregelung auf sämtliche Schul- und Studienabgänger ausdehnen. ” (Botschaft S. 10) Diese Auswechslung der rechtlichen Abstützung ist sehr aufschlussreich. Der Bundesrat versucht mit dieser Konstruktion, die Frage der Wartezeiten aus dem Gesetzesrecht ins Verordungsrecht, das heisst in die eigene Kompetenz zu verschieben. Damit würde diese umstrittene Materie auch dem fakultativen Referendum und dem Volksentscheid entzogen! Dieses Vorgehen ruft uns nicht nur zum energischen Protest auf, es zeigt uns auch an, wie wenig der Bundesrat seiner eigenen Sache traut. Dieses Vorgehen in Reaktion auf den breiten Widerstand beweist, dass der Bundesrat schon im September 2008 nicht unbedingt mit einer Annahme der Gesetzesänderung rechnete. Heute ist dieser Widerstand gewachsen, hat sich formiert und das wird mit jedem gefährdeten oder aufgehobenen Arbeitsplatz weiter wachsen.

Viele Argumente für den Widerstand

Dass sich der Widerstand lohnt, wissen wir von der von 1997 her, als die Arbeitslosen nahezu im Alleingang den Kampf angetreten und schliesslich gewonnen haben. Auch diesmal hat sich der Widerstand gelohnt. Hätten wir uns nicht gerührt, so wäre dieGesetzesänderung vielleicht schon bald in Kraft und das nächste Unheil unterwegs.

Schon im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens zum Vorentwurf für eine Änderung des Arbeitslosengesetzes (AVIG) hatte dieBetroffenenorganisation KABBA das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement eindringlich vor den sozial unerträglichen Folgen einer Annahme dieser einschneidenden Revision der Arbeitslosenversicherung (ALV) gewarnt. «Als mittelfristige Hauptwirkung im Fall einer Annahme der Vorlage wäre zu erwarten, dass die Zahl der Armutsbetroffenen in der Schweiz um mehrere 10’000 Personen zunehmen wird.» Nach Ausbruch der Finanzkrise, die nur das Symptom für eine tiefergehende und sich entwickelnde Krise des gesamten Systems ist, und in Anbetracht des Wirtschaftseinbruchs und der hochschnellenden Arbeitslosenzahlen – muss man die Schätzungen heute wesentlich höher ansetzen als damals im April 2008.

Das Komitee der Arbeitslosen und Armutsbetroffenen wies in seiner Stellungnahme vom April 2008 auch auf eine zwangsläufige Folge des schrittweisen Rückzugs des Bundes aus seiner verfassungsmässigen Verantwortung und aus der Verantwortung für seine eigenen politischen Fehler: «Unmittelbar mitbetroffen wären die Kantone und Gemeinden, denn der Bund überwälzt ihnen mit der Vorlage dievon ihm nicht gelösten, teils sogar von ihm geschaffenen Probleme.»

In verfassungsrechtlicher Hinsicht beanstandete Kabba, dass die Revisionsvorlage die Kompetenzabgrenzung zwischen Bund einerseits, und Kantonen und Gemeinden anderseits verletzt, und dass die von der Bundesverfassung geforderten «Massnahmen zur Verhütung und Bekämpfung von Arbeitslosigkeit» nicht realisiert werden, sondern als Massnahmen zur Kontrolle und Disziplinierung der Betroffenen “umgesetzt” und mit dem Entwurf in diese Richtung perfektioniert werden.

Gefahren des Lohndumpings

KABBA hat ferner ausdrücklich auf alle Gefahren des Lohndumpings hingewiesen, die sich mit Annahme der AVIG-Revision vergrössern würden. Die Auswirkungen des Lohndumping richten sich selbstverständlich auch gegen die Vollbeschäftigten mit einem ordentlichen Arbeitsvertrag. Das Lohndumping wird durch die vorgeschlagenen AVIG-Änderungen vorangetrieben, und zwar vor allem durch das Zusammenspiel folgender Mechanismen:

  • Durch den wirtschaftlichen Existenzdruck, der durch die ALV-Revision für die schon heute betroffenen Gruppen in demselben Umfange verschärft wird, als ihre Leistungen nach Höhe und Dauer beschnitten werden;
  • Durch Ausweitung des Kreises der solchem Druck Unterworfenen, indem die Teilnehmer an Arbeitsmarktmassnahmen – obwohl sie arbeiten und dies sogar auf amtliche Zuweisung hin müssen – von der Versicherung ausgeschlossen werden. Vom faktischen Ausschluss bedroht sind auch die Jugendlichen, für die der Bundesrat eine Wartezeit von einem Jahr vorsieht;
  • Hand in Hand mit der Verschärfung der wirtschaftlichen Notlage, die den Arbeitlosen vielen Zwängen aussetzt und seine als Verhandlungspartner schwächt, würde der Druck auch durch vorgesehene Verschärfungen der amtlichen Kontroll- undZwangsmassnahmen erhöht, welche die rechtliche Freiheit der Versicherten zum Aushandeln und Abschluss von Arbeitsverträgen zunichte machen. Bei den jugendlichen Arbeitslosen, einer besonders schwer betroffenen Gruppe, will der Bundesrat die Festlegung der Zumutbarkeitsbedingungen schlicht der freien Willkür des Arbeitgebers anheim stellen;
  • Indem Millionensummen von ALV-Geldern angezapft und dem Verfassungszweck entfremdet werden, um working poor und Betriebe mit prekären Arbeitsverhältnisse zu subventionieren, so dass auch die halbwegs anständige Konkurrenz, die ohne diese dubiosen Mittel mit regulären Arbeitsverhältnissen kalkuliert, unter entsprechenden Wettbewerbsdruck gerät. Damit wird das working poor gerade zum Gesetz erhoben. Die AVIG-Revision, ein mit Lohndumping finanziertes Milliardengeschenk an die Patrons

Verfassung hin oder her, und allen wirtschafts- und sozialpolitischen Argumenten zum Trotz, will der Bundesrat auf seinen Vorhaben beharren und findet dabei die volle Unterstützung des Ständerates, der den Entwurf im Juni gutgeheissen hat. Die Kapitalisten versuchen natürlich, ihren Nutzen aus der Verfügbarkeit über eine Reserve an Arbeitskräften zu bewahren und zu maximieren. Dazu ist prinzipiell jede Schmälerung von Rechten und Leistungen geeignet. Das sieht man der bundesrätlichen Vorlage auch an.

Dieser Gesetzgebungsübung fehlt jede umfassendere gesellschaftliche Perspektive. Die Botschaft bietet nicht einmal eine Analyse des Arbeitsmarkts und erst recht fehlt jede kritische Evaluation der summierten aller Fehlschläge vorangegangener Revisionen. Von einem Grundkonzept ist keine Spur vorhanden, und in der Methode sehen wir nichts als das artikelweise Scannen des Leistungskatalogs auf alle erdenklichen Abbauvarianten.

Der Bundesrat scheut sich nicht, die Vorlage als finanziell ausgewogen zu präsentieren. Zur Einschätzung der Folgewirkungen die Sozialausgaben der Kantone und Gemeinden legt er keine Berechnungen vor. Die Verschiebungen zwischen Kapital und werden nicht dokumentiert. Wenn die ALV eine halbe Milliarde oder – wenn wir die Arbeitsmarktprognosen zugrunde legen – jährlich eine ganze Milliarde einsparen, so löst dies einen enormen Lohndruck aus, dessen Effekte ohne weiteres um ein Zehnfaches höher liegen können. Unter dieser Annahme dieses Faktors 10 würden die Lohnabhängigen durch die Vorlage Jahr für Jahr eine Lohnsumme von 10Milliarden an die Arbeitgeber verlieren.

Thomas Näf, Co-Präsident des nationalen Referendumskomitees «Nein zum Abbau der ALV»

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Nacktscanner: vermeintlicher Sicherheitsgewinn – massiver Eingriff in die Privatsphäre

Posted by admin | Posted in Blogroll | Posted on 15-11-2011

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Der vereitelte Flugzeuganschlag von Detroit scheint den Nacktscannern in den Flughäfen zum Durchbruch zu verhelfen. Weltweit wird deren heftig diskutiert, die Niederlande haben am Dienstag bereits die Einführung von Body-Scannern innert der nächsten drei Wochen beschlossen.1 Die Piratenpartei lehnt den Einsatz von Nacktscannern entschieden ab, und zwar aus folgenden Gründen:

  • Der Anteil der vorsätzlich verursachten Flugzeugunglücke beträgt gerade einmal rund drei Prozent.2 Der mit Abstand grösste Teil aller Flugzeugunglücke ist auf menschliches oder technisches Versagen zurückzuführen. Das Potenzial zur Verbesserung der Flugsicherheit durch Terrorismusbekämpfung ist also vergleichsweise sehr klein. Die , von einem Blitz getötet zu werden, ist 20 Mal grösser als die , einem Flugzeugattentat zum Opfer zu fallen.3
  • Die Nacktscanner sind alles andere als ein Allheilmittel. Sie verbessern die Sicherheit nur minimal. Viele potenziell gefährliche Substanzen kann auch ein Nacktscanner nicht erkennen. Somit täuscht er Sicherheit vor.4
  • Gerade der aktuelle Anschlagversuch hat gezeigt, dass menschliche Entscheidungen die Schwachstelle jedes Sicherheitskonzeptes sind. Es ist eine zu glauben, dass man die Sicherheit an die Technik delegieren kann. Statt in Technik ist in die der Menschen zu investieren.
  • Last but not least: Die Nacktscanner sind ein Eingriff in die Privatsphäre der Passagiere – selbst wenn nur eine schematische Silhouette auf dem Monitor erscheint. So bringt er zum Beispiel Intimschmuck oder einen künstlichen Darmausgang zum Vorschein.5

Die Piratenpartei wehrt sich auch gegen das Sammeln und Speichern von Passagierdaten. Diese machen die Fluggäste nicht nur nackt, sondern gläsern. Die sogenannten PNR-Daten6 werden gezielt mit dem Zweck eingeführt, ein Verhaltensprofil jedes Passagiers erstellen, ihn also durchschauen zu können.

Die Piratenpartei möchte der Hysterie, die seit den Anschlägen am 11. September 2001 um sich gegriffen hat, entgegentreten. Wir stellen mit Sorge fest, dass freiheitliche Stück für Stück beschnitten werden. Für den im Vergleich zu potenziellen Sicherheitsverbesserungen in anderen Gefahrenquellen sehr bescheidenen Sicherheitsgewinn bei der Terrorismusbekämpfung lohnt es sich unserer Ansicht nach nicht, das in unserer verbriefte Recht auf Privatsphäre7 einzuschränken. Wir wollen nicht in einem Staat , der seine auf Schritt und Tritt überwacht und generalverdächtigt.

  1. 1. Tagesanzeiger.ch: Niederlande führen Körperscanner ein
  2. 2. Flugzeugunglücksstatistiken
  3. 3. Ryan Sager: The Availability of Terror
  4. 4. Heise.de: Meinungsumschwung bei Nacktscannern
  5. 5. Zeit.de: Wir sind doch längst nackt
  6. 6. Wikipedia: Passenger Name Record
  7. 7. Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft: Art. 13 Schutz der Privatsphäre
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Die PPS gratuliert den deutschen Piraten zum Achtungserfolg

Posted by admin | Posted in Blogroll | Posted on 14-11-2011

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Die Piratenpartei , welche noch Anfang des Jahres weniger als 1’000 Mitglieder zählte, erhielt 2% der abgegebenen Stimmen an der deutschen Bundestagswahl. Bei einer Wahlbeteiligung von 71% bedeutet dies, dass knapp 850’000 Deutsche ihre und somit auch ihr Vertrauen der Piratenpartei geschenkt haben. Auch wenn die Piratenpartei Deutschland aufgrund der 5%-Hürde nicht im Bundestag vertreten sein wird, ist dies ein Achtungserfolg für die von den etablierten Parteien oft als «Witzpartei» bezeichneten deutschen Piraten.

Dass es den Piraten innerhalb kürzester Zeit gelungen ist, von einer Nischen- zu einer ernstzunehmenden aufzusteigen, zeigt, dass die Anliegen der (Bürgerrechte, Datenschutz, freier Zugang zu sowie informelle ) durchaus auf grosses stossen. Gemessen an der Mitgliederzahl befindet sich die Piratenpartei bereits direkt hinter den Grünen auf Platz sieben. Mittlerweile dürfen sich offiziell knapp 10’000 Deutsche «Piraten» nennen.

Wenn die so weiter geht, können wir in vier Jahren guter Hoffnung sein, dass die Piratenpartei Deutschland die 5%-Hürde überwindet und in den Bundestag einziehen kann.

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Piratenpartei ist enttäuscht über Ja zu GAMMA

Posted by admin | Posted in Blogroll | Posted on 13-11-2011

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Die Piratenpartei nimmt das klare Ja (72.6 Prozent) der Stadtzürcher Bevölkerung zur polizeilichen GAMMA-Datenbank mit grosser Enttäuschung zur Kenntnis. Mit diesem Ergebnis zeigt die Bevölkerung, dass sie genug hat von Ausschreitungen bei Fussballspielen. Jedoch ist die neue Verordnung ein untaugliches Instrument um dagegen vorzugehen.

Seit 2007 existiert mit HOOGAN bereits eine nationale Datenbank für verurteilte Hooligans. Diese ist zwar ebenfalls umstritten, enthält im Gegensatz zu GAMMA jedoch nur die Daten wirklicher Krawallmacher.

Mit GAMMA kommt nun eine vorauseilende, «präventive» Fichierung unbescholtener Fans. Betroffen werden auch Menschen sein, die Sportklubs friedlich unterstützen und damit den Sport am erhalten. Die Piratenpartei hält dies für einen schweren Eingriff in die Bürgerrechte, der weder zweckmässig noch angemessen ist. Eine Fichierung aufgrund von Vermutungen und Verdächtigungen widerspricht den Grundsätzen der Unschuldsvermutung, einem zentralen Element jedes Rechtsstaates.

In Übereinstimmung mit dem Komitee «Zuschauerfichen-NEIN» fordert die Piratenpartei eine genaue Evaluation der Wirksamkeit der GAMMA-Datenbank. Im eines negativen Resultats erwartet auch die Piratenpartei deren Schliessung bis 2010. Die damit einhergehende komplette Löschung der Daten wird erwartet. sind gebeten sich bei zuschauerfichen-nein.ch zu melden, wenn sie über eine Aufnahme in GAMMA Datenbank informiert werden. Dort werden besonders stossende Fälle mit Einverständnis der Betroffenen gesammelt. Das Komitee möchte diese Daten bei einer allfälligen über eine Weiterführung von GAMMA anonymisiert verwenden. Wir werden das Resultat als Ansporn nehmen, die Bevölkerung vermehrt für die negativen der Einschränkung von Bürgerrechten zu sensibilisieren.

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